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Tasteninstrumente leicht erklärt

Was sind Tasteninstrumente?


In die Tasten greifen – das können Sie nicht nur bei dem wohl berühmtesten Tasteninstrument, dem Klavier. Die Vielfalt dieser Musikinstrumente ist riesig und hält einige weniger bekannte Klangwunder wie das Portativ und das Clavichord bereit, die die Aufmerksamkeit jedes Musikliebhabers verdient haben. Charakteristisch für alle Tasteninstrumente ist die indirekte Tonerzeugung durch das Niederdrücken einer Taste auf einer Klaviatur. Erst durch eine Mechanik entsteht der Klang. Der Instrumentenbauer unterscheidet zwischen dem Anschlagen, Zupfen und Blasen. Beim Klavier schlagen kleine Hämmer auf die Saiten, während der Ton beim Cembalo durch Zupfen erklingt. Bei der Orgel und dem Akkordeon ist die Tonerzeugung an einen Blasebalg gebunden. Darüber hinaus gibt es auch moderne Tasteninstrumente wie das Keyboard, die den Klang auf elektronischem Wege zum Leben erwecken. Die meisten Tasteninstrumente sind zudem Harmonieinstrumente – mehrere Töne können auf ihnen gleichzeitig gespielt und somit Harmonien erzeugt werden. Dadurch eignen sich Klavier, Orgel und Akkordeon sowohl für die Begleitung anderer Instrumente und Gesang als auch für Solodarbietungen. Im Pianelli Musikhaus führen wir neben Klavieren, Flügeln, E-Pianos und Akkordeons auch das passende Zubehör für alle Instrumentalisten vom Einsteiger bis zum professionellen Orchestermusiker. Noten finden Sie in unserem Onlineshop ebenso wie Hocker und Bänke, Decken und Saitendraht.


INHALTSVERZEICHNIS
Welche Tasteninstrumente gibt es?
Tasteninstrumente – wer hat sie erfunden und wie haben sie sich entwickelt?
Was ist der Unterschied zwischen einem Spinett und einem Cembalo?

Akkordeons zählen zu den Tasteninstrumenten

Welche Tasteninstrumente gibt es?

Zu den Tasteninstrumenten, die bereits Kinder kennen, zählen Klavier und Keyboard. Auch das Akkordeon ist häufig in Musikschulen anzutreffen, doch durch seine Form ordnen viele das Handzuginstrument nicht gleich den Tasteninstrumenten zu. Die Klassifikation ist jedoch eindeutig, egal ob es sich dabei um das chromatische Modell mit Klaviatur oder eine Steirische Harmonika handelt. Deutlich weniger bekannt sind Tasteninstrumente wie das Clavichord, das Harmonium und das Portativ. Das Clavichord zählt zu den Chordophonen oder Saitenklingern und ist eines der ältesten Tasteninstrumente mit Saiten: Der Name existiert bereits seit dem späten 14. Jahrhundert. Das Clavichord nahm im 17. und 18. Jahrhundert die Stellung in der Hausmusik ein, die später das Klavier übernahm. Seine Töne sind sehr leise, was hauptsächlich an dem schwachen Schlag der sogenannten Tangente auf die Saiten liegt. Zu den Aerophonen, den Luftklingern, gehören das Harmonium und das Portativ. Die Tonerzeugung beim Harmonium ist dem der Mundharmonika ähnlich, wobei sein Äußeres dem Klavier nahekommt. Das Portativ ist dagegen eine tragbare Kleinorgel mit geringem Tonumfang, die schon im Mittelalter gespielt wurde. Die Spielleute betätigten mit der rechten Hand die Tasten und mit der linken den Blasebalg. Sie sehen – Tasteninstrumente sind äußerst vielfältig und überraschen mit ihren einzigartigen Klängen.

Tasteninstrumente – wer hat sie erfunden und wie haben sie sich entwickelt?

Die ersten Tasteninstrumente entstanden aus Saiteninstrumenten. Denn Saiten lassen sich gleichermaßen gut streichen, zupfen und anschlagen. Um sie zum Schwingen zu bringen und Töne erklingen zu lassen, ist ein mechanisches Spielwerk äußerst komfortabel. So entwickelten sich aus der Zither erste Zupf- und aus dem Hackbrett erste Schlaginstrumente, die über Tasten gespielt wurden. Dem Clavichord mit wenigen Saiten folgten umfangreichere Cembali und Spinette. Hammerklaviere kamen erst im 18. Jahrhundert auf. Mit ihnen konnte der Spieler nun auch Einfluss auf die Lautstärke nehmen. Bei gezupften Tasteninstrumenten macht ein stärkerer oder geringerer Tastendruck keinen Unterschied, weshalb die früher entwickelten Instrumente deutlich leiser klingen als moderne Flügel und Pianos. Zu den berühmten Instrumentenbauern im Bereich der Tasteninstrumente, die in die Geschichte eingingen, zählen der Italiener Bartolomeo Cristofori, der um 1698 das erste Hammerklavier baute, sowie Johann Heinrich Silbermann, der im 18. Jahrhundert Orgeln, Cembali und Spinette baute.

Antikes Tasteninstrument aus Polen
Unterschied zwischen einem Klavier und Flügel

Was ist der Unterschied zwischen einem Spinett und einem Cembalo?

Ein Spinett ist ein in seiner Grundform drei- bis fünfeckiges Kielinstrument. Die Saiten werden von einem Kiel/Plektrum gezupft, wobei eine spezielle Mechanik zum Einsatz kommt. Diese gibt es in dieser Form auch beim Cembalo. Der Unterschied zwischen beiden Instrumenten liegt wesentlich in der Anordnung der Saiten sowie in der Optik: Während beim Cembalo die Saiten eine Verlängerung der Tasten mit der Klaviatur am Ende darstellen, weist das Spinett eine quer verlaufende und damit deutlich platzsparendere Saitenanordnung auf. Es ist deshalb kleiner als das Cembalo und war als Hausinstrument im 17. und 18. Jahrhundert sehr beliebt. Die Blütezeit der Cembali lag zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert und vornehmlich im Konzertbereich, wobei es einige Bauformen wie den Kielflügel, einmanualige und zweimanualige Ausführungen zu unterscheiden gilt. Zusammenfassend kann das Hausinstrument Spinett als kompakte Bauform des Konzertinstruments Cembalo betrachtet werden, das in der Regel mit nur einem Manual und Register ausgestattet ist.

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