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E-Gitarren Verstärker

Gitarren-Verstärker: klangbildende Soundgeber

Der Sound einer E-Gitarre hängt nicht nur vom Instrument und dem Gitarristen hab, sondern wird vom Gitarren-Verstärker (englisch Amplifier, kurz Amp) kreiert. Die Geräte dienten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dazu, das Saiteninstrument zwischen den Bläsern einer Big Band hörbar zu machen – also lediglich die Lautstärke zu erhöhen. Heute hat sich das grundlegend geändert. E-Gitarre und E-Bass werden nicht einfach klangneutral verstärkt, sondern erhalten auch den gewünschten Sound.

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Aufbau und Funktionsweise

Ein Gitarren-Verstärker besteht aus Signaleingang, Vorverstärker mit Gain, Equalizer für die lineare Verzerrung, Endverstärker, Lautsprecher und Netzteil. Die Leistungsstufe kann von wenigen Watt bis weit über 300 Watt reichen. Eine größere Ausgangsleistung ist selbst für Profimusiker nicht sinnvoll, da der Sound der Instrumente auf der Bühne von der PA-Anlage übertragen wird. Bass-Amps benötigen für die tieferen Frequenzen größere Lautsprecher und warten deshalb mit mehr Leistung auf.

  • Signaleingang: Für die Verbindung zwischen der E-Gitarre und dem Verstärker kommt meist ein Kabel mit 6,35-mm-Mono-Klinkenstecker zum Einsatz. Beachten Sie die Eingangsimpedanz und schalten Sie das Gerät auf Standby, wenn Sie das Instrument anschließen.
  • Vorverstärker: Preamps verstärken das Eingangssignal, bevor es bearbeitet wird. Der Vorverstärker legt damit den Grundstein für den späteren Klang. Für den typisch verzerrten Sound der E-Gitarre sorgt ein hoch eingestellter Gain-Regler.
  • Equalizer: In der Klangregelstufe lassen sich die genauen Einstellungen für die jeweiligen Frequenzbereiche von Bass, Mitten und Höhen vornehmen.
  • Endverstärker: Die Endstufe ist dafür verantwortlich, die Leistung zu verstärken, wodurch sich die Lautstärke erhöht.

Röhre oder Transistor – eine Glaubens- und Geldfrage

Bei der Bauart von Amps werden grundsätzlich vier Varianten unterschieden: Röhre, Transistor, Hybrid und Modeling-Amp. Die Röhrenverstärker-Technik ist die älteste und unter Gitarristen am beliebtesten. Das liegt daran, dass der typische E-Gitarren-Sound untrennbar mit der Signalverstärkung durch Elektronenröhren verbunden ist. Dank Übersteuerung wird das Signal so stark, dass der Verstärker es nicht originalgetreu wiedergeben kann. Daraus ergibt sich die gewünschte Verzerrung, die aus Rock und Heavy Metal nicht wegzudenken ist.

Profis können hören, ob ein Transistor verbaut ist. Denn Röhren verarbeiten das Signal schneller, was zu einer früheren und nicht linearen Verzerrung führt. Außerdem unterscheidet sich das Impuls- und Dynamikverhalten: Im Vergleich werden Röhrenverstärker bis zu doppelt so laut empfunden wie Transistorverstärker. Dennoch haben Transistor-Amps Vorteile: Sie sind günstiger, unempfindlicher und bieten für Hobbymusiker ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Einige Hersteller von Gitarren-Verstärkern bieten Hybridmodelle an. Sie besitzen in der Vorstufe eine Röhrenschaltung, die das Signal leicht verzerrt. Der Transistor in der Endstufe erhöht den Pegel. Eine weitere Möglichkeit ist die Simulation des Röhrensounds durch Modeling-Amps mit DSP-Schaltungen. Transistoren sind in allen günstigen und Einsteiger-Verstärkern verbaut. Röhren finden sich dagegen in den hochpreisigen High-End-Modellen, da die Technik teurer ist.

Vor- und Nachteile von Stack und Combo

Zwei Setups haben sich bei Gitarren-Verstärkern durchgesetzt: Stack und Combo. Stack bedeutet, dass Topteil und Box kombiniert sind. Als Combo gilt dagegen ein Boxengehäuse, in dem die komplette Elektronik verbaut ist. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung:

 

Stack

Combo

Bauform

Elektronik und Lautsprecher in einem separaten Gehäuse

Elektronik und Lautsprecher in einem Gehäuse

Vorteile

extrem leistungsfähig

sehr flexibel

hohe Lautstärke durch größere Lautsprecher

variables Setup mit anderen/zusätzlichen Boxen

leicht zu transportieren

keine Verkabelung zwischen Verstärker und Lautsprecher notwendig

günstiger Preis

völlig ausreichend für kleinere Locations

Nachteile

hoher Transportaufwand durch Aufbau, Anschluss und Verkabelung mehrerer Teile

hohes Gewicht, vor allem bei Röhrenverstärkern

Die verschiedenen Soundrichtungen der Amps

Es gibt unterschiedliche Soundrichtungen, für die sich verschiedene Gitarren-Verstärker eignen. Hier die drei wichtigsten Spielarten:

1. Clean

  • sauberer Sound, fast ohne Verzerrung, Komprimierung oder Sättigung
  • für langsamere und sanftere Songs
  • Musikrichtungen: Pop, Blues, Jazz, Country, Funk

2. Crunch

  • mittelstark verzerrter Sound, der breiter und kratziger wirkt
  • für energiereiche und melodische Songs
  • Musikrichtungen: Blues, Rock, Grunge, Crossover

3. Lead

  • härtester Sound mit kompromisslosen Verzerrungen
  • für kraftvolle Songs mit extremen Höhen und Bässen
  • Musikrichtungen: Metal in allen Varianten

Gitarren-Verstärker: Tipps zum Kauf

Wer auf der Suche nach einem Gitarren-Verstärker zum Üben ist, kann mit gutem Gewissen ein modernes Transistorgerät als kompakte Combo wählen. Für Profimusiker haben wir im Pianelli-Onlineshop auch Röhrenverstärker im Angebot. Sehen Sie sich unser handverlesenes Sortiment mit Produkten der renommiertesten Hersteller wie Vox, Yamaha und Ibanez an. Bei Fragen zu Gitarren-Amps sind wir gern für Sie da. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail!